
| Die spätere Kreisstadt Mohrungen wurde 1302 vom Deutschen Orden gegründet und
erhielt 1327 das Stadtrecht. 1782 hatte die Stadt Mohrungen 1753 Einwohner,
nicht mitgerechnet die Garnison, die aus einer Esquadron Dragoner
bestand. Der wohl berühmteste Sohn der Stadt ist Johann Gottfried Herder. Dieser bedeutende deutsche Theologe und Humanist wurde in Mohrungen 1744 geboren. 1780 gliederte sich der mohrungische Landkreis, der einen Teil des Oberlandes in sich einschloß, in acht immediate Städte und neun königliche Dömänenämter. 1818 trat für den Kreis Mohrungen durch eine deutliche Gebietsverkleinerung ein gewisser Bedeutungsverlust ein. Der Kreis gliederte sich in drei Städte - neben der Kreisstadt noch Liebstadt (2.250 Ew.) und Saalfeld (2.500 Ew.) - sowie 110 Landgemeinden und 98 Gutsbezirke mit insgesamt knapp 53.500 Einwohner, davon 51.600 evangelische Christen. In der kleinen Kreisstadt Mohrungen lebten 1740 1067 Einwohner, 1820 2108 Einwohner, 1890 3780 Einwohner, Anfang 1930 waren es etwas weniger als 5000, die 1945 als Deutsche von Russen und Polen zum großen Teil getötet oder vertrieben wurden. Mehr zur Herderstadt, zu seinen Bewohnern, Bräuchen und Festen finden Sie in dem Buch "Oberländische Heimat" sowie Sagen und Geschichten aus Stadt und Kreis Mohrungen in in dem reich illustrierten Buch "Der Alf von Venedien" Zum Ortsverzeichnis von 1905 hier. Die Angaben zur Kreisstadt: hier Karte der Umgebung von Mohrungen: hier ![]() |
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