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Der Ort Raudnitz liegt im Kreis Rosenberg und war bis 1945 eine von elf Gemeinden des
gleichnamigen Amtsbezirkes. Die Gemeinde, die etwa 120 Meter über dem Meeresspiegel liegt,
befindet sich acht Kilometer östlich von Deutsch-Eylau. 1872 erhielt Raudnitz an der zweigleisigen Bahnstrecke von Berlin über Thorn nach Deutsch-Eylau und weiter nach Osterode, Allenstein und Insterburg ein ansehnliches zweistöckiges Bahnhofsgebäude. Bis 1914 war im Bahnhof auch die Postagentur untergebracht, danach war im Ort Raudnitz eine eigene Poststelle, die auch für die Gemeinden Groß und Klein Schönforst, Luisensegen und Gramten zuständig war. Neben der Landwirtschaft und der mit ihr verbundenen Nebenstelle einer großen Genossenschaftsmolkerei aus Deutsch-Eylau sowie einer Warenbezugsgenossenschaft hatte das Dorf eine Schmiede, zwei Stellmachereien, eine Großimkerei sowie mehrere Fischer. Um 1930 lebten nach einer starken Neubesiedlung von 1929 etwa 600 Einwohner in 128 Haushaltungen, von denen 47 Neusiedlerstellen waren. |
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