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Schwalgendorf liegt an der Grenze des ostpreußischen Kreises Mohrungen
(Regierungsbezirk Königsberg) zum Kreis Rosenberg. Der Ortsname soll von den Köhlern stammen,
die den Dampf, der aus den Meilern aufsteigt, "Schwalg" nannten. Gegründet wurde die deutsche Siedlung im Jahre 1700 als Schatull-Dorf, 1715 werden 21 Schatullbauern genannt. Lokator (Gründer) und erster Dorfschulze ist Christoph Bieber. Das Dorf zählt um 1780 47 Feuerstellen, heute würden wir Haushalte sagen, also etwa 300 Einwohner. 1779 wird als kölmischer Schulze für das damals zu Preußisch Marck (Hauptamtsbezirk Preußisch Mark) gehörige Schwalgendorf ein George Macholtz erwähnt. Bei einer Volkszählung vom 1. Dezember 1905 ergeben sich folgende Zahlen: Die Landgemeinde Schwalgendorf nimmt eine Fläche von 563 ha ein, und hat 107 bewohnte Wohnhäuser, insgesamt 811 Einwohnern, alle evangelisch und von den 811 geben 805 ihre Muttersprache als deutsch, vier als polnisch und zwei geben deutsch und eine andere Sprache an. Schwalgendorf zählt zum Amtsbezirk Gerswalde und zum Standesamtsbezirk Weinsdorf.Bis 1930 verringerte sich die Gesamtzahl der Einwohner auf knapp 700. Die Bezeichnung der polnischen Verwaltung für den deutschen Ort lautet Siemiany. ![]() Schwalgendorf ist am Geserich-See, etwa in Höhe der zu Weepers zählenden Inseln Lindenwerder und Bukowitzwerder gelegen. Ende der 20er Jahre gibt es regelmäßige Schiffsverbindungen zwischen Saalfeld, Schwalgendorf und Weepers. In 2 1/2 Stunden Bootsfahrt ist man am Ziel (für die Gesamtstrecke). Außerdem gibt es noch die Verbindung zwischen Saalfeld - Schwalgendorf und Deutsch Eylau mit einer Gesamtdauer von drei Stunden. Nicht weit von der Anlegestelle in Schwalgendorf wohnt die Familie von Flößermeister Wilhelm Radzimanowski. Die Landseite des Geserich-Sees hat zu dieser Zeit herrliche Buchen-, aber vor allem mächtige Kiefernwälder und gehören zum Schwalgendorfer Staatsforst. Die staatlichen Forsten um Schwalgendorf mit einer Holzbodenfläche von 3457 ha setzten sich um 1930 wie folgt zusammen: Unweit der Oberförsterei (Schöneck) ist die Überfähre, die zu Bukowitz gehört. 100 m Fährfahrt sparen 5 km Waldweg über Gerswalde. Nach dem Übersetzen ist man bald in Motitten und dann im Kirchspielort Weinsdorf und dann ist auch Saalfeld auch nicht mehr weit. Wenn Sie mehr über die Geschichte des Ortes, seiner Einwohner und der oberländischen Region erfahren möchten, so gibt es die "Schwalgendorfer Chronik - ein Streifzug durch 300 Jahre Geschichte des ostpreußischen Oberlandes". Hier weitere Information zur Chronik. |

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